Öffnungszeiten

 

Täglich 10–20 Uhr
(auch an Sonn- und Feiertagen)

 

AUSNAHMEN
An jedem dritten Mittwoch des Monats
ist die Ausstellung zur AfterworkKH bis
22 Uhr geöffnet.

So finden Sie uns

 

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
(in den Fünf Höfen)
80333 München
T +49 (0)89 / 22 44 12
kontakt@kunsthalle-muc.de

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Flowers Forever

Blumen in Kunst und Kultur
3.2.–27.8.2023

Über die
Ausstellung

3.2.–27.8.2023

Mit ihrer Pracht und Vielfalt ziehen Blumen uns seit jeher in ihren Bann. Zudem besitzen sie große Symbolkraft – sei es in der Mythologie, Religion, Kunst oder Politik. In früheren Jahrhunderten waren Blumen begehrte Statussymbole, heute werden sie als Massenprodukt global gehandelt. Aktuell rückt die Blume als ebenso fragiler wie unverzichtbarer Bestandteil des weltweiten Ökosystems in den Fokus. Flowers Forever bietet mit Objekten aus Kunst, Design, Mode und Naturwissenschaft einen faszinierenden, aufwendig inszenierten Rundgang durch die Kulturgeschichte der Blume vom Altertum bis heute.

Die Präsentation versammelt rund 170 Werke aus internationalen Sammlungen sowie eigens für die Ausstellung entstandene Installationen. Bedeutende Positionen der Kunst- und Designgeschichte treten dabei mit neu zu entdeckenden künstlerischen Ansätzen in einen fruchtbaren Dialog. Die Ausstellung zeigt Werke von Jan Brueghel dem Jüngeren, Abraham Mignon, Barbara Regina Dietzsch, Lawrence Alma-Tadema, Hannah Höch, Andreas Gursky, Miguel Chevalier, Ann Carrington, Patricia Kaersenhout, Kehinde Wiley, DRIFT und vielen weiteren Künstler:innen. Sie alle machen die facettenreiche Kulturgeschichte der Blumen auf eindrückliche Weise erlebbar.

#FlowersMuc #KunsthalleMuc

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Dante Gabriel Rossetti
Venus Verticordia, 1864–1868
Öl auf Leinwand, 81,3 x 68 cm
Russell-Cotes Art Gallery & Museum

Kehinde Wiley
Portrait of a Florentine Nobleman III, 2019
Öl auf Leinwand, 144 x 114 cm
Sammlung Vilsmeier – Linhares, München
© Kehinde Wiley. Courtesy of the artist and Stephen Friedman Gallery, London

Lawrence Alma-Tadema
Die Rosen des Heliogabalus, 1888
Öl auf Leinwand
132,7 x 214,4 cm
Sammlung Pérez Simón, Mexiko
© Studio Sébert Photographes

Jan Brueghel d. J.
Satire auf die Tulpenmanie, 1640
Öl auf Leinwand, 31 x 49 cm
Frans Hals Museum, Haarlem, erworben mit Unterstützung der Rembrandt-Gesellschaft
Foto: Tom Haartsen

Abraham Mignon
Vase mit Blumen, ca. 1665
Öl auf Leinwand, 87,7 x 68,3 cm
Sammlung Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam
Foto: Studio Tromp

Kristian Zahrtmann
Adam im Paradies, 1914
Öl auf Leinwand, 125 x 106 cm
Privatsammlung
Foto: Den Hirschsprungske Samling

Unbekannt (Ägypten)
Stele des Nena, um 1300 v. Chr.
Kalkstein, 77 x 51 x 9 cm
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, München, ÄS 51, Foto: Roy Hessing

Ru Xiao Fan
Ode an die Meditation, Jingdezhen (Provinz Jiangxi), 2012
Seladon-Porzellan, 35 x 38 x 38 cm
Leihgabe des Künstlers
© Ru Xiao Fan, VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Hannah Höch
Holland, 1942
Öl auf Leinwand, 65,5 x 71,2 cm
Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland – Sammlung Zeitgenössische Kunst, Foto: Jürgen Seidel
© Hannah Höch, VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Sir Edward Burne-Jones und William Morris
Der Pilger im Garten oder das Herz der Rose, Entwurf vor 1896, Ausführung 1901
Wolle, Baumwollkette, Seide, 155 x 201 cm
Badisches Landesmuseum, Foto: Thomas Goldschmidt

Dante Gabriel Rossetti
Venus Verticordia, 1864–1868
Öl auf Leinwand, 81,3 x 68 cm
Russell-Cotes Art Gallery & Museum

Kehinde Wiley
Portrait of a Florentine Nobleman III, 2019
Öl auf Leinwand, 144 x 114 cm
Sammlung Vilsmeier – Linhares, München
© Kehinde Wiley. Courtesy of the artist and Stephen Friedman Gallery, London

Lawrence Alma-Tadema
Die Rosen des Heliogabalus, 1888
Öl auf Leinwand
132,7 x 214,4 cm
Sammlung Pérez Simón, Mexiko
© Studio Sébert Photographes

Jan Brueghel d. J.
Satire auf die Tulpenmanie, 1640
Öl auf Leinwand, 31 x 49 cm
Frans Hals Museum, Haarlem, erworben mit Unterstützung der Rembrandt-Gesellschaft
Foto: Tom Haartsen

Abraham Mignon
Vase mit Blumen, ca. 1665
Öl auf Leinwand, 87,7 x 68,3 cm
Sammlung Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam
Foto: Studio Tromp

Kristian Zahrtmann
Adam im Paradies, 1914
Öl auf Leinwand, 125 x 106 cm
Privatsammlung
Foto: Den Hirschsprungske Samling

Unbekannt (Ägypten)
Stele des Nena, um 1300 v. Chr.
Kalkstein, 77 x 51 x 9 cm
Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, München, ÄS 51, Foto: Roy Hessing

Ru Xiao Fan
Ode an die Meditation, Jingdezhen (Provinz Jiangxi), 2012
Seladon-Porzellan, 35 x 38 x 38 cm
Leihgabe des Künstlers
© Ru Xiao Fan, VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Hannah Höch
Holland, 1942
Öl auf Leinwand, 65,5 x 71,2 cm
Leihgabe der Bundesrepublik Deutschland – Sammlung Zeitgenössische Kunst, Foto: Jürgen Seidel
© Hannah Höch, VG Bild-Kunst, Bonn 2022

Sir Edward Burne-Jones und William Morris
Der Pilger im Garten oder das Herz der Rose, Entwurf vor 1896, Ausführung 1901
Wolle, Baumwollkette, Seide, 155 x 201 cm
Badisches Landesmuseum, Foto: Thomas Goldschmidt

Begleitprogramm

Fr
3.2.
10–20 Uhr
1. Tag der Ausstellung »Flowers Forever«

Ein aufwendig inszenierter Rundgang durch die Kulturgeschichte der Blume vom Altertum bis heute.

Mit ihrer Pracht und Vielfalt ziehen Blumen uns seit jeher in ihren Bann. Zudem besitzen sie große Symbolkraft – sei es in der Mythologie, Religion, Kunst oder Politik. In früheren Jahrhunderten waren Blumen begehrte Statussymbole, heute werden sie als Massenprodukt global gehandelt. Aktuell rückt die Blume als ebenso fragiler wie unverzichtbarer Bestandteil des weltweiten Ökosystems in den Fokus. Mit Objekten aus Kunst, Design, Mode und Naturwissenschaft ist Flowers Forever die erste Ausstellung, die sich der Kunst- und Kulturgeschichte der Blume vom Altertum bis heute widmet.

Do
2.3.
20:00 Uhr
More than Honey

Dokumentarfilm, in den City Kinos, Sonnenstraße 12a.

Der Film entführt in das faszinierende Universum der Biene von der Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen.

In Kooperation mit dem DOK.fest München.

Zum Film-Trailer.

Fr
3.3.
9:45 Uhr
Kunst mit Baby
Eine Stunde raus aus dem Alltagstrott und rein ins Museum:
babygerechte Führungen duch Flowers Forever. Blumen in Kunst und Kultur für Mütter und Väter mit Kindern bis 1 Jahr. Durch die Ausstellung führt Jessica Krämer, Kunsthistorikerin – und selbst Mutter.

Die Führung beginnt um 9:45 Uhr. Für die Teilnehmenden der Führung ist die Kunsthalle ab 9:30 Uhr geöffnet.
Wickelmöglichkeiten und Platz für Kinderwägen sind vorhanden. Während der Führung wird ein Tragetuch oder eine Babytrage empfohlen.

Dauer: ca. 1 Stunde, Treffpunkt in der Kassenhalle.

Tickets: € 7 zzgl. Eintritt, erhältlich an der Kunsthallenkasse und online.

Katalog

Flowers Forever

Flowers Forever. Blumen in Kunst und Kultur ist der erste Ausstellungskatalog, der sich in diesem Ausmaß und interdisziplinär mit der Kunst- und Kulturgeschichte der Blume vom Altertum bis heute beschäftigt. Drei groß angelegte fachübergreifende Dialoge eröffnen inspirierende und differenzierte Einblicke in die Kulturgeschichte der Blumen zu den Themen Blumen als Symbol, Blumen als Motiv und Blumen als Ware. Kurztexte begleiten darüber hinaus ausgewählte Objekte, um deren Kontext und Relevanz für das Thema zu erläutern.

Mitnahmepreis in der Kunsthalle: € 35

Herausgegeben von Roger Diederen und Franziska Stöhr. Mit Beiträgen von Andreas Beyer, Michael John Gorman, Gudrun Kadereit, Isabel Kranz, Inger Leemans, Randy Malamud, Silke Peters und D. Fairchild Ruggles.

288 Seiten, 24 x 29 cm, 275 farbige Abbildungen, Hardcover, erhältlich auf Deutsch, erscheint im Prestel Verlag.

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Flower Power Festival
München 2023

Natur feiern in der Stadt

Ausgehend von der Ausstellung Flowers Forever dreht sich beim Flower Power Festival München 2023 dreht sich alles um die Blüte. Nach dem bundesweit aufsehenerregenden Faust Festival 2018 ist es das zweite große Event in der bayerischen Landeshauptstadt, bei dem alle mitmachen können.

Wissenschaft, Nachhaltigkeit, Pflanzenvielfalt, Gartenkunst, Klimawandel, Biodiversität, Ästhetik, Lebensqualität – das und vieles mehr sind Themen, die inszeniert werden, sei es mit Ausstellungen, Workshops, Spaziergängen, Theateraufführungen, Installationen und mehr. Drinnen, draußen und digital sind die Spielplätze des Festivals.

Der Gasteig, Europas größtes Kulturzentrum, der Botanische Garten München-Nymphenburg, BIOTOPIA – Naturkundemuseum Bayern und die Kunsthalle München sind die Impulsgeber des Festivals. Mit den Themen Natur, Kultur, Stadt und Blüte, die die Kernidee des Festivals beschreiben, können sich viele Akteurinnen und Akteure identifizieren. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Es kann wirklich jede und jeder mitmachen.

Neben der Partizipation wird dieses Mal Inklusion eine wichtige Rolle spielen. Das Festival bietet die Chance, viele Menschen für das Thema zu sensibilisieren und zugleich möglichst vielen eine Teilhabe am Kulturleben zu ermöglichen. Im Idealfall könnten daraus nachhaltige Impulse entstehen, die langfristig etwas in unserer Gesellschaft bewegen.

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Programm
Alle Veranstaltungen demnächst hier.
Magazin
Interessante Menschen und Projekte und ein Blick hinter die Kulissen.

München im Blütenrausch

Für eine große Installation der Künstlerin Rebecca Louise Law brauchten wir über 100.000 getrocknete Blumen. Alle waren eingeladen, Blumen zu sammeln – seien es gekaufte Sträuße oder Blumen aus dem eigenen Garten – und sie getrocknet bis Herbst 2022 in die Kunsthalle zu bringen. Außerdem haben uns viele Freiwillige vor Ort unterstützt, die Blumen für die Installation vorzubereiten. Um genug Platz dafür zu haben, wurde eigens ein stillgelegtes Schwimmbad in München gekapert.

Kinder & Jugendliche

Begleitheft für Kinder
kostenlos an der Kasse erhältlich, 8–12 Jahre
Kinderführungen in den Ferien
Workshops im Kinderkunsthaus
in den Schulferien, 6-15 Jahre

Partner

Lust der Täuschung

Von antiker Kunst bis zur Virtual Reality
17.8.2018 – 13.1.2019

Über die Ausstellung

Auf unser Auge allein ist kein Verlass. Die digitale Bildbearbeitung ist mittlerweile so perfekt, dass genaues Hinsehen nicht ausreicht, um wissen zu können, womit wir es zu tun haben: Fakt oder Fiktion. Das ist kein neues Phänomen: Optische Täuschungen, Illusionen, visuelle Tricksereien und Fälschungen gab es schon immer – besonders in der Kunst. Seit der Antike spielen Künstler mit unserer Wahrnehmung und beweisen ein ums andere Mal, wie einfach wir zu täuschen sind. Mit Beispielen aus Malerei, Skulptur, Video, Architektur, Design, Mode und interaktiver Virtual-Reality-Kunst bietet die Ausstellung einen höchst unterhaltsamen Parcours durch die (Kunst-)Geschichte von Schein und Illusion.
Eine Ausstellung wie eine Wunderkammer

Die Ausstellung fasst über vier Jahrtausende Augentäuschung zu einem aufregend inszenierten Kunsterlebnis zusammen – in jedem Raum warten neue Überraschungen. Dabei gilt es, sowohl unbekanntere Künstler zu entdecken als auch Werke großer Meister der Kunst- und Designgeschichte zu bestaunen, darunter Cornelis Gijsbrechts, Viktor&Rolf, Laurie Anderson, Jean Paul Gaultier, Thomas Demand, Gerhard Richter, Andy Warhol und viele weitere. Allesamt verunsichern sie auf amüsante Weise unsere gewohnte Sicht auf die Welt.

Die Geschichte der Täuschung

Seit jeher suchen Künstler nach neuen Möglichkeiten, um ihr Publikum auszutricksen und es mit ihrer Kunstfertigkeit zu verblüffen. Schon antike Fresken simulieren höchst überzeugend Dreidimensionalität. Barocke Kirchendecken verfeinern solche Illusionstechniken und öffnen scheinbar den Blick in göttliche Sphären. Im 17. Jahrhundert, dem Höhepunkt der täuschenden Malerei, waren es außerdem die sog. Trompe-l’œils (Augentäuschungen), die ihre Betrachter in den Bann zogen: Diese Gemälde sind so perfekt ausgearbeitet, dass man meinen könnte, die dargestellten Gegenstände ragen aus den Bildern heraus. Heute hält die digitale Virtual-Reality-Technik schier unendliche Möglichkeiten bereit, die lange Tradition der optischen Täuschungen auf bisher ungeahnte Weise zu erweitern.

Die Freude der Ent-Täuschung

Oft sind es schon die kleinen Irreführungen, die überraschen und amüsieren. Ein Kohlkopf entpuppt sich als Porzellanterrine. Was ein gefaltetes Herrenhemd zu sein scheint, ist tatsächlich meisterhaft detailreich in Marmor gehauen. Eine Lichtinstallation ist so geschickt konstruiert, als blicke man, in einen Raum von unendlicher Tiefe. Die Freude ist immer genau dann besonders groß, wenn wir zwar wissen, dass wir es mit einem Trick zu tun haben, aber trotzdem immer wieder darauf reinfallen.

Immer wieder staunen

Jede Entwicklung im Bereich der Optik fordert die menschliche Wahrnehmung aufs Neue heraus: Der illusionistischen Wirkung eines Schwarz-Weiß-Films der Gebrüder Lumière konnten sich 1896 die damaligen Zuschauer – so die berühmte Anekdote – nicht entziehen: Sie meinten, ein Zug würde aus der Leinwand auf sie zurasen. Beim heutigen Betrachter löst dieser Film keinen vergleichbaren Effekt mehr aus. Ähnlich überraschende Momente können die Besucher jedoch in der Ausstellung erleben, wenn sie eine Virtual-Reality-Brille aufsetzen und in schwindelerregende Welten eintauchen – noch ist das Medium so neu und die Umsetzung so überraschend, dass unsere Wahrnehmung eindrucksvoll getäuscht wird.

Faltblatt zur Ausstellung

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Video

Toast VR (Richard Eastes, Toni Eastes, Daniel Todorov)
Richie’s Plank Experience, 2017
Virtual Reality, Unity3D, Holzplanke
© Toast VR

Gerhard Richter
Blattecke, 1967
Offsetdruck auf weißem, granuliertem Halbkarton, 23,9 x 18 cm
© Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung, Kleve / Leihgabe aus einer Privatsammlung, Foto: Annegret Gossens, Kleve

Cornelis Norbertus Gijsbrechts
Nach einer Falkenjagd, um 1671
Öl/Leinwand, 142,5 x 184 cm
© Musée d’Ixelles, Brüssel

P. Mery
Mimétisme, 1900s
Steinlithographie, 149 x 106 cm,
© Chisholm Larsson Gallery, NYC, www.chisholm-poster.com

Livia Marin
Nomad Patterns, 2018
Keramik, 38 x 21 x 10 cm
Leihgabe der Künstlerin
© Livia Marin

Ferruccio Laviani für Fratelli Boffi
Good Vibrations Cabinet, 2013
Walnuss-Holz, 215 x 116 x 52 cm
© Fratelli Boffi

Jean Paul Gaultier
Trompe l’œil Jackett, Men’s Ready-to-Wear, Frühjahr/Sommer 1996
© Jean Paul Gaultier

Wandmalerei aus der Casa di Melangros, IV Stil (45–79 v. Chr.)
Freskomalerei mit Stuck, 167 x 180 cm
© Museo Archeologico Nazionale, Neapel

Louis-Léopold Boilly
Trompe l’œil einer Bildrückseite mit Katze, Baumstumpf und einem vom Keilrahmen hängenden Fisch, 18./19. Jh.
Öl auf Leinwand, 85 x 96 cm
© Sammlung Henri und Farida Seydoux

Leopold und Rudolf Blaschka
Glasmodell “Ocythoe tuberculata”, 1884
Glas, beschichtet, teilweise gefärbt; Tierleim; Gips, bemalt, 8 x 5,5 x 2,5 cm
© Guido Mocafico, 2014
Courtesy der Hamiltons Galerie und der Zoologischen Sammlung, Department für Theoretische Biologie, Universität Wien

Toast VR (Richard Eastes, Toni Eastes, Daniel Todorov)
Richie’s Plank Experience, 2017
Virtual Reality, Unity3D, Holzplanke
© Toast VR

Gerhard Richter
Blattecke, 1967
Offsetdruck auf weißem, granuliertem Halbkarton, 23,9 x 18 cm
© Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung, Kleve / Leihgabe aus einer Privatsammlung, Foto: Annegret Gossens, Kleve

Cornelis Norbertus Gijsbrechts
Nach einer Falkenjagd, um 1671
Öl/Leinwand, 142,5 x 184 cm
© Musée d’Ixelles, Brüssel

P. Mery
Mimétisme, 1900s
Steinlithographie, 149 x 106 cm,
© Chisholm Larsson Gallery, NYC, www.chisholm-poster.com

Livia Marin
Nomad Patterns, 2018
Keramik, 38 x 21 x 10 cm
Leihgabe der Künstlerin
© Livia Marin

Ferruccio Laviani für Fratelli Boffi
Good Vibrations Cabinet, 2013
Walnuss-Holz, 215 x 116 x 52 cm
© Fratelli Boffi

Jean Paul Gaultier
Trompe l’œil Jackett, Men’s Ready-to-Wear, Frühjahr/Sommer 1996
© Jean Paul Gaultier

Wandmalerei aus der Casa di Melangros, IV Stil (45–79 v. Chr.)
Freskomalerei mit Stuck, 167 x 180 cm
© Museo Archeologico Nazionale, Neapel

Louis-Léopold Boilly
Trompe l’œil einer Bildrückseite mit Katze, Baumstumpf und einem vom Keilrahmen hängenden Fisch, 18./19. Jh.
Öl auf Leinwand, 85 x 96 cm
© Sammlung Henri und Farida Seydoux

Leopold und Rudolf Blaschka
Glasmodell “Ocythoe tuberculata”, 1884
Glas, beschichtet, teilweise gefärbt; Tierleim; Gips, bemalt, 8 x 5,5 x 2,5 cm
© Guido Mocafico, 2014
Courtesy der Hamiltons Galerie und der Zoologischen Sammlung, Department für Theoretische Biologie, Universität Wien

Katalog

Lust der Täuschung

Der reich bebilderte Band mit Essays aus den Bereichen der Neurowissenschaften sowie der Kunst-, Kultur und Mediengeschichte führt den Leser durch die Geschichte der Lust an der Täuschung: von der bildenden Kunst bis zum Design, von der Antike bis in die jüngste Gegenwart.

Mitnahmepreis in der Kunsthalle: € 29

Herausgegeben von Andreas Beitin und Roger Diederen, mit Beiträgen von Andreas Beitin, Ute Engel, Margit Kern, Rudolf E. Lang, Susanna Partsch und Monika Wagner. Hirmer Verlag, 264 Seiten, 200 Abbildungen in Farbe, 24 x 29 cm, gebunden.

Auf das Auge allein ist kein Verlass: Im Zeitalter digitaler Bildbearbeitung sind Filme und Fotografien so leicht manipulierbar, dass genaues Hinsehen alleine nicht ausreicht, um entscheiden zu können, was »wirklich« ist und was nicht. Der heute so aktuelle Begriff »Fake News« müsste um »Fake Views« erweitert werden. Denn die Bilderflut, die uns tagtäglich überrollt, ist immer mehr mit Vorsicht zu genießen. Doch die Unsicherheit angesichts von Bildmanipulationen ist kein neues Phänomen: Augentäuschungen, Illusionen, visuelle Tricksereien und Fälschungen gibt es schon seit Jahrtausenden – und das vor allem in der Kunst. Nicht erst seit der Antike spielen Künstler meisterhaft mit der Wahrnehmung des Betrachters und fuhren uns vor Augen, wie einfach wir zu täuschen sind.

 

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Partner

Fantastisch real

Belgische Moderne von Ensor bis Magritte
15.10.2021–6.3.2022

Über die Ausstellung

Die Kunsthalle München präsentiert rund 130 Meisterwerke der belgischen Moderne aus der Zeit von 1860 bis 1960. Anhand von Gemälden, Grafiken und Skulpturen veranschaulicht die Ausstellung, wie die damalige Kunst die Grenzen von Fantasie und Wirklichkeit stets aufs Neue auslotete. Dabei rückt die schlichte Alltagsrealität ebenso in den Blick wie die Geheimnisse und Rätsel jenseits der sichtbaren Welt. Die Schau beleuchtet den besonderen Weg der belgischen Kunst von realistischen Szenen des einfachen Volkes und atmosphärischen Landschaften über die fantastischen Maskeraden James Ensors bis zu den surrealen Welten von Paul Delvaux und René Magritte. Neben solchen großen Namen sind etwa 40 weitere, in Belgien berühmte, hierzulande jedoch kaum bekannte Persönlichkeiten wie Eugène Laermans, Constant Permeke, Marthe Donas oder Rik Wouters zu entdecken.

Wirklichkeit und Traum

Zur faszinierenden Wirkung der belgischen Kunst trägt maßgeblich das Zusammenspiel zweier gegensätzlicher Kräfte bei: des Realen und des Fantastischen. In den Hinterzimmern der Realität haust das Übersinnliche, in ihren versteckten Winkeln lauert die Fantasie mit ihren Träumen und Mysterien. Dieses Phänomen geht zurück auf die detailgenauen Darstellungen der altniederländischen Malereitradition von Meistern wie Hieronymus Bosch oder Pieter Brueghel dem Älteren. In der Moderne entwickelt sich das Spannungsverhältnis zwischen Realem und Fantastischem zu einem zentralen Merkmal der belgischen Kunst. Einerseits bleibt sie sehr stark einer realistischen Tradition verbunden. Andererseits wird immer wieder aufs Neue das Mysterium der Dinge beschworen.

Antwerpens Highlights in München

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Königlichen Museum für Schöne Künste Antwerpen, aus dem der Großteil der Leihgaben stammt. Die derzeitige Sanierung des Museums bietet die einzigartige Möglichkeit, die Highlights aus der Sammlung der Moderne in der Kunsthalle München zu zeigen. Weitere bedeutende Meisterwerke aus musealen und privaten Sammlungen ergänzen diese facettenreiche Präsentation voller Neuentdeckungen.

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James Ensor (1860–1949)
Die Intrige, 1890
91,5 × 150 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Jan van Beers (1852–1927)
Kaiser Karl V. als Kind, 1879
143 × 151 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Emmanuel Viérin (1869–1954)
Alte Brücke in Flandern, 1910
144,3 × 176 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
© Emmanuel Viérin, VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft, Foto: Hugo Maertens

Rik Wouters (1882–1916)
Lesende Frau, 1913
65,2 × 53,4 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Edmond Van Dooren (1896–1965)
Maschinengesang, 1945–1949
145,5 × 136,5 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
© Edmond Van Dooren, VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft, Foto: Hugo Maertens

Gustave Van De Woestyne (1881–1947)
Die zwei Frühlinge, 1910
75 × 66 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Henry van de Velde (1863–1957)
Frau am Fenster, 1889
113,5 × 135 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
© Henry van de Velde, VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft, Foto: Hugo Maertens

Constantin Meunier (1831–1905)
Ostender Fischer, 1885
80,5 × 29,5 × 23,5 cm, Bronze (1925)
Königliches Museum für Schöne Künste, Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Xavier Mellery (1845–1921)
Die Treppe, 1889
59 × 46 cm, schwarze und rote Kreide auf Papier
Königliches Museum für Schöne Künste, Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

René Magritte (1898–1967)
Sechzehnter September, 1956
116,2 × 89,2 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
© René Magritte, VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Ch. Herscovici, Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft, Foto: Hugo Maertens

Eugène Laermans (1864–1940)
Der Blinde, 1898
135 × 176,5 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

James Ensor (1860–1949)
Das malende Skelett, 1896
37,7 × 46 cm, Öl auf Holztafel
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

James Ensor (1860–1949)
Die Intrige, 1890
91,5 × 150 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Jan van Beers (1852–1927)
Kaiser Karl V. als Kind, 1879
143 × 151 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Emmanuel Viérin (1869–1954)
Alte Brücke in Flandern, 1910
144,3 × 176 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
© Emmanuel Viérin, VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft, Foto: Hugo Maertens

Rik Wouters (1882–1916)
Lesende Frau, 1913
65,2 × 53,4 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Edmond Van Dooren (1896–1965)
Maschinengesang, 1945–1949
145,5 × 136,5 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
© Edmond Van Dooren, VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft, Foto: Hugo Maertens

Gustave Van De Woestyne (1881–1947)
Die zwei Frühlinge, 1910
75 × 66 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Henry van de Velde (1863–1957)
Frau am Fenster, 1889
113,5 × 135 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
© Henry van de Velde, VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft, Foto: Hugo Maertens

Constantin Meunier (1831–1905)
Ostender Fischer, 1885
80,5 × 29,5 × 23,5 cm, Bronze (1925)
Königliches Museum für Schöne Künste, Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Xavier Mellery (1845–1921)
Die Treppe, 1889
59 × 46 cm, schwarze und rote Kreide auf Papier
Königliches Museum für Schöne Künste, Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

René Magritte (1898–1967)
Sechzehnter September, 1956
116,2 × 89,2 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
© René Magritte, VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Ch. Herscovici, Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft, Foto: Hugo Maertens

Eugène Laermans (1864–1940)
Der Blinde, 1898
135 × 176,5 cm, Öl auf Leinwand
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

James Ensor (1860–1949)
Das malende Skelett, 1896
37,7 × 46 cm, Öl auf Holztafel
Königliches Museum für Schöne Künste Antwerpen
Sammlung KMSKA – Flämische Gemeinschaft (CC0), Foto: Hugo Maertens

Beitrag in der BR Rundschau

Ask the Curator

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Katalog

Fantastisch real. Belgische Moderne von Ensor bis Magritte

Herausgeben von Roger Diederen, Nerina Santorius (Kunsthalle München), Herwig Todts (KMSKA).
248 Seiten mit 203 Abbildungen in Farbe, 29,5 x 24,5 cm, Hardcover, erhältlich auf Deutsch. Erschienen im Oktober 2021 im Sandstein Verlag.
Mitnahmepreis in der Kunsthalle: € 32

Partner

 

 

Thierry Mugler

Couturissime
25.5.2020–13.4.2021

Über die Ausstellung

Die Ausstellung Thierry Mugler: Couturissime präsentiert rund 150 Haute-Couture- und Prêt-à-porter-Outfits des visionären Couturiers, Regisseurs, Fotografen, Parfümeurs und Tänzers, die größtenteils noch nie ausgestellt wurden, sowie Accessoires, Bühnenkostüme, Videos, nahezu unbekannte Entwurfszeichnungen und Archivmaterialien. Zahlreiche Werke berühmter Modefotografinnen und -fotografen runden die Schau ab.

Ein einzigartiges Talent

Mugler war einer der jungen Modeschöpfer, die die Pariser Mode in den 80er- und 90er-Jahren wieder konkurrenzfähig zur New Yorker Coolness und zum handwerklichen Know-how Mailands machten. 1997 öffnete die totgesagte Chambre syndicale de la Haute Couture ihre fest verschlossenen Türen für einige außergewöhnlich progressive Designer, zu denen auch Mugler gehörte – ein historisches Ereignis.

Seine Neigung zum Futuristischen ließ Mugler mit avantgardistischen Techniken und Materialien experimentieren – darunter (Plexi-)Glas, PVC, Kunstpelz, Vinyl, Latex und Chrom. Seine breiten, architektonischen Silhouetten haben die Modegeschichte geprägt. Bis heute beeinflusst er eine ganze Generation aufstrebender Couturiers.

»Mein einziges Maß ist die Maßlosigkeit«

Mit Anleihen aus dem Reich der Tiere und der Mythen, aus der Glamourwelt Hollywoods sowie aus dem Universum moderner Technik und Architektur kreierte er einen Superheldinnen-Look für die starke, moderne Frau. Eine raffinierte Mischung aus Hoch- und Populärkultur zeichnet seine Mode aus, in der veredelte Haute Couture und Drag-Show-Drama zusammentreffen.

Muglers Kreationen wurden von Stars wie Diana Ross, David Bowie, Lady Gaga, Céline Dion oder Beyoncé getragen und von Größen der Modefotografie wie Helmut Newton, Ellen von Unwerth oder Pierre et Gilles in Szene gesetzt. Mit seiner Vorliebe für theatralische Performances inszenierte Mugler einige der spektakulärsten Modenschauen seiner Zeit.

Die Ausstellung wurde initiiert und produziert vom Montreal Museum of Fine Arts in Kooperation mit der Maison Mugler, die das Couture-Erbe des Designers restauriert hat. Kuratiert wurde die Schau von Thierry-Maxime Loriot.

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Alan Strutt, Yasmin Le Bon, Palladium, London, 1997
Evening Standard Magazine, Oktober 1997
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion La Chimère, Robe »La Chimère«, Haute Couture Herbst/Winter 1997–1998
Foto: © Alan Strutt

David LaChapelle, Danie Alexander
London Sunday Times, Mai 1998
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Jeu de Paume, Haute Couture Frühjahr/Sommer 1998
Foto: © David LaChapelle

Ellen von Unwerth (*1954), Eva Herzigová
hinter den Kulissen der Thierry Mugler Fashion Show, Paris, 1992
Silbergelatineabzug
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Les Cow-boys, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1992
Foto: © Ellen von Unwerth

Dominique Issermann, Jerry Hall
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Les Insectes, Haute Couture Frühjahr/Sommer 1997
Foto: © Dominique Issermann

Ellen von Unwerth, Eva Herzigová
Vogue (Italien), 1992, Digitalprint
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Les Cow-boys, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1992
Foto : © Ellen von Unwerth

Inez and Vinoodh, Kym
BLVD, 1994
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Longchamps, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1994
Foto: © Inez & Vinoodh

Helmut Newton, Jerry Hall et Thierry Mugler, Paris, 1996. Photo : © The Helmut Newton Estate.

Patrice Stable, Emma Sjöberg während des Videodrehs zu George Michaels Song »Too Funky«, Paris, 1992, Regie: George Michael und Thierry Mugler
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Les Cow-boys, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1992
Foto: © Patrice Stable

Luigi & Iango, Gisele Bündchen, 2018
Digitalprint
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Superstar Diana Ross, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1991
Photo: © Luigi & Iango

Alan Strutt, Yasmin Le Bon, Palladium, London, 1997
Evening Standard Magazine, Oktober 1997
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion La Chimère, Robe »La Chimère«, Haute Couture Herbst/Winter 1997–1998
Foto: © Alan Strutt

David LaChapelle, Danie Alexander
London Sunday Times, Mai 1998
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Jeu de Paume, Haute Couture Frühjahr/Sommer 1998
Foto: © David LaChapelle

Ellen von Unwerth (*1954), Eva Herzigová
hinter den Kulissen der Thierry Mugler Fashion Show, Paris, 1992
Silbergelatineabzug
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Les Cow-boys, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1992
Foto: © Ellen von Unwerth

Dominique Issermann, Jerry Hall
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Les Insectes, Haute Couture Frühjahr/Sommer 1997
Foto: © Dominique Issermann

Ellen von Unwerth, Eva Herzigová
Vogue (Italien), 1992, Digitalprint
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Les Cow-boys, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1992
Foto : © Ellen von Unwerth

Inez and Vinoodh, Kym
BLVD, 1994
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Longchamps, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1994
Foto: © Inez & Vinoodh

Helmut Newton, Jerry Hall et Thierry Mugler, Paris, 1996. Photo : © The Helmut Newton Estate.

Patrice Stable, Emma Sjöberg während des Videodrehs zu George Michaels Song »Too Funky«, Paris, 1992, Regie: George Michael und Thierry Mugler
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Les Cow-boys, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1992
Foto: © Patrice Stable

Luigi & Iango, Gisele Bündchen, 2018
Digitalprint
Outfit: Thierry Mugler, Kollektion Superstar Diana Ross, Prêt-à-Porter Frühjahr/Sommer 1991
Photo: © Luigi & Iango

Making-of

Beitrag in der BR Rundschau

Digitaler Rundgang

durch die Ausstellung

Erleben Sie die Ausstellung »Thierry Mugler. Couturissime« multimedial und in 360°!

→ Starten Sie Ihre Tour hier

Klicken Sie auf Ausstellungsstücke und Saaltexte für Hintergrundinformationen, Detailfotografien und Videos. Bewegen Sie sich mithilfe der Pfeile durch die Ausstellung. Nutzen Sie den Grundriss unten rechts zur schnellen Orientierung.
Wir wünschen Ihnen ein spannendes digitales Ausstellungserlebnis!

Der digitale Rundgang ist ein gemeinsames Projekt mit der HypoVereinsbank.

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Katalog

Thierry Mugler. Couturissime (Englische Ausgabe)

Herausgegeben von Thierry-Maxime Loriot
Phaidon Press, 400 Seiten, 450 Abbildungen in Farbe, 36 x 28 cm, gebunden.
Exklusiver Preis in der Kunsthalle: € 89

 

Zur Ausstellung wurde der Luxus-Begleitband „Thierry Mugler: Couturissime“ von Thierry-Maxime Loriot herausgegeben; mit Essays von Jeanne Beker, Nathalie Bondil, Marie Colmant, Matthias Harder, Jack Lang, Amelie Nothomb, Lou Stoppard, Stefano Tonchi und Shelly Verthime; mit 350 Archivbildern und bisher unveröffentlichten Fotografien von den bedeutendsten Modefotografen. Phaidon Verlag, 400 Seiten, nur als englische Ausgabe erhältlich.

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Samurai

Pracht des japanischen Rittertums
1.2.– 30.6.2019

Über die Ausstellung

Die Sammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller

Auch 150 Jahre nach dem Verlöschen der Samurai-Kultur ist die Faszination, die von ihr ausgeht, ungebrochen. Der Samurai-Mythos erzählt von Ehre und Disziplin, von bedingungsloser Loyalität und absoluter Selbstaufopferung – aber auch von Verrat, Intrigen und grausamer Gewalt. Über 700 Jahre war nicht der Kaiser Herr über Japan, sondern der Shogun: Als Oberhaupt des ‚Kriegeradels‘ befehligte er Millionen hochausgebildeter Kämpfer, die schon früh in ihrer Geschichte auch zur politischen Elite des Landes aufstiegen.
Prunkvolle Präzision

Die mit höchster Handwerkskunst aus edlen Metallen und kostbaren Stoffen hergestellten Rüstungen der Samurai waren häufig imposante Statussymbole, die ihre Betrachter zum Staunen bringen sollten. In erster Linie aber mussten sie als wirkungsvolle Schutzpanzer dienen. Denn die Qualität einer Rüstung entschied über Leben und Tod. Sie schützte vor den Waffen des Feindes, bot Bewegungsfreiheit und machte ihren Träger in den Wirren der Schlachten identifizierbar. Eine Rüstung wurde ebenso robust wie flexibel und leicht konstruiert, damit ihr Träger das Beste aus seinen kämpferischen Fähigkeiten machen konnte. Spektakuläre Dekore mit Dämonen, mythologischen Wesen oder gefährlichen Tieren dienten zur Abschreckung des Feindes. Filigrane Verzierungen mit Sieg und Glück verheißenden Symbolen und buddhistischen Göttern sollten übersinnlichen Schutz bieten.

Eine einzigartige Sammlung

Das Ehepaar Ann und Gabriel Barbier-Mueller hat eine der weltweit hochkarätigsten Sammlung von Samurai-Rüstungen, Helmen, Masken und Pferde-Ausrüstungen aus dem 7. bis 19. Jahrhundert zusammengetragen. Diese wird nun erstmals in Deutschland präsentiert. Anhand von mehr als 100 Exponaten lässt die Ausstellung die spannungsvolle Geschichte des japanischen Rittertums lebendig werden.

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Rüstung (Yokohagidō tōsei gusoku) (Detail)
Nanboku-chō-Zeit und mittlere Edo-Zeit: 1333-1392 (Helm), 18. Jh. (Rüstung)
Eisen, shakudō, Lack aus Gold und Silber, Schnürung, Leder, Bronze, Holz, Seide, Brokat, Bärenfell
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Wandschirm (Byōbu)
Mittlere Edo-Zeit, frühes 18. Jh.
Tinte, Farbe und Gold auf Papier
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Studio Ferrazzini Bouchet Photography, Genf

Rüstung (Nimaitachidō tōsei gusoku) (Detail)
Zugeschrieben: Myōchin Yoshimichi (Helmschale),  Myōchin Munenori (Rüstung)
Frühe Muromachi-Zeit und mittlere Edo-Zeit: um 1400 (Helmschale), 18. Jh. (Rüstung),
Eisen, shakudō, Schnürung, Silber, Holz, Gold, Brokat, Fell, Bronze, Messing, Leder
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Grathelm mit großen Nieten (Ōboshi sujibachi kabuto)
Signiert: Masuda Myōchin Ōsumi no kami Ki no Munemasa (tätig 1688–1749)
Mittlere Edo-Zeit, um 1730
Eisen, Gold, Silber, Bronze, shakudō, Leder
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Rüstung (Yokohagidō tōsei gusoku)
Signiert: Saotome Ienari, wohnhaft in der Provinz Hitachi (Jōshū no jū Saotome Ienari; Helm); Ichiguchi Yoshikata (Maske)
Frühe bis mittlere Edo-Zeit: 17. Jh. (Helmschale); 18. Jh. (Maske und Rüstung)
Eisen, Leder, Gold, Holz, Schnürung, Fell, Hanf
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Grathelm (Sujibachi kabuto) mit Dämon (oni) und Farnwedeln
Späte Muromachi- bis mittlere Edo-Zeit, 16. bis Mitte 18. Jh.
Eisen, Schnürung, Fell, Gold, shakudō, Bronze, Leder
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Schwert (Efu no tachi)
Signiert: Yokoyama Kōzuke Daijō Fujiwara Sukesada, wohnhaft in Osafune in der Provinz Bizen (Bishū Osafune jū Yokoyama Kōzuke Daijō Fujiwara Sukesada)
Frühe Edo-Zeit, 1660–1670
Bronze, Stachelrochenhaut, Holz, Lack, nashiji, Gold
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Rüstungsmantel (Jinbaori)
Mittlere Edo-Zeit, 18. Jh.
Wolle, Seide, Brokat
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Rüstung (Yokohagidō tōsei gusoku) (Detail)
Nanboku-chō-Zeit und mittlere Edo-Zeit: 1333-1392 (Helm), 18. Jh. (Rüstung)
Eisen, shakudō, Lack aus Gold und Silber, Schnürung, Leder, Bronze, Holz, Seide, Brokat, Bärenfell
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Wandschirm (Byōbu)
Mittlere Edo-Zeit, frühes 18. Jh.
Tinte, Farbe und Gold auf Papier
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Studio Ferrazzini Bouchet Photography, Genf

Rüstung (Nimaitachidō tōsei gusoku) (Detail)
Zugeschrieben: Myōchin Yoshimichi (Helmschale),  Myōchin Munenori (Rüstung)
Frühe Muromachi-Zeit und mittlere Edo-Zeit: um 1400 (Helmschale), 18. Jh. (Rüstung),
Eisen, shakudō, Schnürung, Silber, Holz, Gold, Brokat, Fell, Bronze, Messing, Leder
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Grathelm mit großen Nieten (Ōboshi sujibachi kabuto)
Signiert: Masuda Myōchin Ōsumi no kami Ki no Munemasa (tätig 1688–1749)
Mittlere Edo-Zeit, um 1730
Eisen, Gold, Silber, Bronze, shakudō, Leder
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Rüstung (Yokohagidō tōsei gusoku)
Signiert: Saotome Ienari, wohnhaft in der Provinz Hitachi (Jōshū no jū Saotome Ienari; Helm); Ichiguchi Yoshikata (Maske)
Frühe bis mittlere Edo-Zeit: 17. Jh. (Helmschale); 18. Jh. (Maske und Rüstung)
Eisen, Leder, Gold, Holz, Schnürung, Fell, Hanf
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Grathelm (Sujibachi kabuto) mit Dämon (oni) und Farnwedeln
Späte Muromachi- bis mittlere Edo-Zeit, 16. bis Mitte 18. Jh.
Eisen, Schnürung, Fell, Gold, shakudō, Bronze, Leder
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Schwert (Efu no tachi)
Signiert: Yokoyama Kōzuke Daijō Fujiwara Sukesada, wohnhaft in Osafune in der Provinz Bizen (Bishū Osafune jū Yokoyama Kōzuke Daijō Fujiwara Sukesada)
Frühe Edo-Zeit, 1660–1670
Bronze, Stachelrochenhaut, Holz, Lack, nashiji, Gold
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Rüstungsmantel (Jinbaori)
Mittlere Edo-Zeit, 18. Jh.
Wolle, Seide, Brokat
© The Ann & Gabriel Barbier-Mueller Museum, Dallas, Foto: Brad Flowers

Video

Katalog

Samurai

Über Jahrhunderte prägten die Samurai die Geschichte Japans –nicht nur als Krieger, sondern auch als politische Elite. Ihr Mythos erzählt von Tapferkeit und Loyalität, aber auch von Intrigen und erbarmungsloser Gewalt. Ihre mit höchster Handwerkskunst hergestellten Rüstungen waren ebenso wirkungsvolle Schutzpanzer wie imposante Statussymbole. Anhand von mehr als 100 Objekten aus der Sammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller in Dallas sowie vertiefenden Aufsätzen zu den Samurai lässt der opulent bebilderte Band die spannungsvolle Geschichte des japanischen Rittertums lebendig werden. Präsentiert werden neben kostbaren Rüstungen, die mit Motiven wie Drachen und Dämonen, buddhistischen Schutzgöttern oder Glückssymbolen verziert sind, auch extravagante Helme und Masken, Pferdeausrüstung sowie Waffen aus dem 13. bis 19. Jahrhundert.

In der Kunsthalle vergriffen.

Herausgegeben von J. Gabriel Barbier-Mueller und Roger Diederen mit Beiträgen von John Anderson, J. Gabriel Barbier-Mueller, Ian Bottomley, Bernard Fournier-Bourdier, Sachiko Hori, Gregory Irvine, Eric Meulien, Morihiro Ogawa, Thom Richardson, John Stevenson und Stephen Turnbull.

Hirmer Verlag, 360 Seiten, 347 Abbildungen in Farbe, Maße 25,5 x 30,5 cm, gebunden.

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In einem neuen Licht

Kanada und der Impressionismus
19.7.– 17.11.2019

Über die Ausstellung

Zum ersten Mal in Europa präsentiert die Kunsthalle München Meisterwerke kanadischer Impressionisten vom späten 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Anhand von rund 120 teils noch nie öffentlich gezeigten Gemälden, vor allem aus kanadischen Museen und privaten Sammlungen, stellt die Ausstellung 36 Künstlerinnen und Künstler vor, die hierzulande – ganz zu unrecht – nahezu unbekannt sind.
Neue Horizonte

Die Spur der jungen kanadischen Kunstszene führt zunächst nach Paris: Die Aussicht auf eine Ausbildung bei den Pariser Malerstars lockte viele KünstlerInnen in das damalige Zentrum des Kunstgeschehens. Einige blieben in Europa, andere kehrten in ihre Heimat zurück, wo sie das kanadische Publikum mit der impressionistischen Malerei bekannt machten. In Szenen des kanadischen Alltags und in Landschaftsbildern fingen sie die einzigartigen Stimmungen ein, die im Zusammenspiel von Natur, Licht und Klima des Nordens entstehen. Mit ihren Werken leisteten sie einen bedeutenden Beitrag zum weltweiten Phänomen des Impressionismus und schufen gleichzeitig eine ganz eigene, unverwechselbare Kunst für die junge kanadische Nation.

»Der Schnee nimmt die Farbtöne des Himmels und der Sonne an. Er ist blau, malvenfarben, er ist grau, sogar schwarz, aber niemals vollkommen weiß.« – Maurice Cullen

Auf den Bildern begegnen uns violett schimmernde kanadische Schneelandschaften mit Pferdeschlitten, imposant aufragende Totempfähle, eine Eisernte in zartem Dunst und quirlige Stadtszenen aus den jungen Metropolen des Landes. Gleichzeitig sind jedoch auch die Straßen von Paris zu sehen, bretonische Wäscherinnen, Damen in Japanmode, lesende Kinder oder Reiter am marokkanischen Strand. Was macht den kanadischen Impressionismus aus? Ist die Staatsbürgerschaft ausschlaggebend, der Geburts- oder der Wohnort der Künstler? Ein Motiv aus Kanada, ein spezifischer Stil? Die Ausstellung beleuchtet anhand einer großen Vielfalt künstlerischer Positionen, inwiefern diese Fragen zu Lebzeiten der KünstlerInnen relevant waren und wie sie die Kunstgeschichte bis heute prägen.

»Der Impressionismus hat uns alle beeinflusst. Er hat uns in den Anfangsjahren ins Freie geführt, und wir sind die meiste Zeit unseres Malerlebens dort geblieben.« – Lawren S. Harris

Nach »Joaquín Sorolla. Spaniens Meister des Lichts« (2016) präsentiert die Kunsthalle München wieder ein kaum bekanntes Kapitel des Impressionismus. Auch die kanadischen Vertreter wagten den Aufbruch in die Moderne: Sie schufen Gemälde, in denen sie mit skizzenhaftem Duktus und kräftigen Farben die Atmosphäre eines Augenblicks, den Wechsel der Jahreszeiten, die Veränderungen des Tageslichts oder die Spiegelungen auf dem Wasser festhielten. Nicht eine Szenerie zu malen, sondern den Eindruck, den diese auslöst – dieses Credo der französischen Impressionisten ist auch in den einfühlsamen Werken der kanadischen KünstlerInnen wahrnehmbar.

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Video

Helen McNicoll
Sonniger September, 1913
92 × 107,5 cm, Öl auf Leinwand
© Sammlung Pierre Lassonde.
Foto: MNBAQ, Idra Labrie

Marc-Aurèle de Foy Suzor-Coté
Symphonie Pathétique, 1925
124,8 × 112 cm, Öl auf Leinwand
© Musée national des beaux-arts du Québec, Ankauf. Restaurierung durch das Centre de conservation du Québec (1946.05)
Foto: MNBAQ, Denis Legendre

Maurice Cullen
Baumfällen im Winter, Beaupré, 1896
64,1 × 79,9 cm, Öl auf Leinwand
© Art Gallery of Hamilton
Schenkung des Women’s Committee, 1956, gewidmet dem Andenken an Ruth McCuaig, Präsidentin des Women’s Committee, 1953–1955
Foto: Mike Lalich

Helen McNicoll
Im Zelt, 1914
80 × 59,5 cm, Öl auf Leinwand
© Privatsammlung, Toronto.
Foto: Thomas Moore

Laura Muntz
Das rosa Kleid, 1897
34 × 45 cm, Öl auf Leinwand
© Privatsammlung, Toronto.
Foto: Thomas Moore

Maurice Cullen
Die Eisernte, um 1913
76,3 × 102,4 cm, Öl auf Leinwand
© National Gallery of Canada, Ottawa. Ankauf 1913.
Foto: NGC

Lawren S. Harris
Schnee II, 1915
120,3 × 127,3 cm, Öl auf Leinwand,
National Gallery of Canada, Ottawa. Ankauf 1916
© Family of Lawren S. Harris,
Foto: NGC

Clarence Gagnon,
Sommerbrise in Dinard, 1907
54 × 81 cm, Öl auf Leinwand
© Musée national des beaux-arts du Québec, Ankauf. Restaurierung durch das Centre de conservation du Québec (1937.01)
Foto: MNBAQ, Jean-Guy Kérouac

Helen McNicoll
Sonniger September, 1913
92 × 107,5 cm, Öl auf Leinwand
© Sammlung Pierre Lassonde.
Foto: MNBAQ, Idra Labrie

Marc-Aurèle de Foy Suzor-Coté
Symphonie Pathétique, 1925
124,8 × 112 cm, Öl auf Leinwand
© Musée national des beaux-arts du Québec, Ankauf. Restaurierung durch das Centre de conservation du Québec (1946.05)
Foto: MNBAQ, Denis Legendre

Maurice Cullen
Baumfällen im Winter, Beaupré, 1896
64,1 × 79,9 cm, Öl auf Leinwand
© Art Gallery of Hamilton
Schenkung des Women’s Committee, 1956, gewidmet dem Andenken an Ruth McCuaig, Präsidentin des Women’s Committee, 1953–1955
Foto: Mike Lalich

Helen McNicoll
Im Zelt, 1914
80 × 59,5 cm, Öl auf Leinwand
© Privatsammlung, Toronto.
Foto: Thomas Moore

Laura Muntz
Das rosa Kleid, 1897
34 × 45 cm, Öl auf Leinwand
© Privatsammlung, Toronto.
Foto: Thomas Moore

Maurice Cullen
Die Eisernte, um 1913
76,3 × 102,4 cm, Öl auf Leinwand
© National Gallery of Canada, Ottawa. Ankauf 1913.
Foto: NGC

Lawren S. Harris
Schnee II, 1915
120,3 × 127,3 cm, Öl auf Leinwand,
National Gallery of Canada, Ottawa. Ankauf 1916
© Family of Lawren S. Harris,
Foto: NGC

Clarence Gagnon,
Sommerbrise in Dinard, 1907
54 × 81 cm, Öl auf Leinwand
© Musée national des beaux-arts du Québec, Ankauf. Restaurierung durch das Centre de conservation du Québec (1937.01)
Foto: MNBAQ, Jean-Guy Kérouac

Katalog

In einem neuen Licht

Begleitend zur Ausstellung gibt die National Gallery of Canada in der Arnoldschen Verlagsgesellschaft einen umfangreichen Katalog mit ca. 300 Farbabbildungen heraus. Mit Beiträgen von Katerina Atanassova, Tobi Bruce, Anna Hudson, Laurier Lacroix, Lauren Lerner, Tracey Lock, Gerta Moray, Sandra Paikowsky und einem Vorwort von Adam Gopnik.

In der Kunsthalle vergriffen.

 

 

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Partner

Organisiert von der National Gallery of Canada in Ottawa in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle München.

Erwin Olaf

Unheimlich schön
14.5.–26.9.2021

Über die Ausstellung

In den Niederlanden gehört der Fotograf Erwin Olaf (*1959) zu den berühmtesten Künstlern der Gegenwart. Nun widmet ihm die Kunsthalle München die erste große Retrospektive in Deutschland. Ausgewählte Fotografien, Videos, Skulpturen und Multimediainstallationen aus vierzig Schaffensjahren zeigen in loser Chronologie Olafs Entwicklung vom analog zum digital arbeitenden Künstler, vom rebellischen Foto-Journalisten der 1980er- zum raffinierten Geschichtenerzähler der 2000er-Jahre.

INSZENIERTE WELTEN

Erwin Olaf ist ein Meister der inszenierten Fotografie. Für die Verwirklichung seiner Serien arbeitet er unter anderem mit Bühnen- und Maskenbildner*innen zusammen. Er erschafft eigene Welten, die unserer Alltagswelt zum Verwechseln ähneln und dennoch Rätsel aufgeben. Hinter ihrer makellos-plakativen, aus Film- und Werbeindustrie entlehnten Ästhetik werden gesellschaftskritische Fragen nach Selbstbestimmung, Gleichberechtigung oder Demokratie verhandelt. Bewusst gestaltet Olaf die Erzählungen seiner Bilder bedeutungsoffen: Es bleibt den Betrachter*innen überlassen, sich den Anspielungen gegenüber zu öffnen und die Leerstellen mit eigenen Assoziationen und Interpretationen zu füllen.

ZWISCHEN POLITIK UND POESIE

Wie ein roter Faden zieht sich Olafs politisches und soziales Interesse durch sein gesamtes Œuvre. Bei seinem engagierten Einsatz für eine tolerantere Gesellschaft schreckt er vor keiner Kontroverse zurück. Besonders in seinem Frühwerk setzte er dabei auf das Mittel der Provokation. Auch in seinem aktuellen Schaffen bezieht er sich auf polarisierende gesellschaftliche Debatten, wie etwa über den Klimawandel, Flüchtlingskrisen oder die Covid-19-Pandemie. Seit den 2000er-Jahren schlägt der Künstler jedoch ruhigere Töne an und nimmt Gefühle und Stimmungen in den Fokus – wie etwa den Moment nach einer erschütternden Nachricht, in dem sich die Trauer Bahn bricht (Grief, 2007) oder den unbestimmten Schwebezustand des Wartens (Waiting, 2014).

VORBILD MALEREI

Bereits in seinem Frühwerk ließ sich Olaf von den Gemälden alter Meister, wie den Selbstbildnissen Rembrandts, inspirieren (Ladies Hats, 1985–2020). Auch bei seiner neuesten Serie Im Wald (2020), die er eigens für die Ausstellung in der Kunsthalle München in den bayerischen und österreichischen Alpen fotografierte, stand die Malerei Pate. Hier waren es vor allem Künstler des 19. Jahrhunderts, wie etwa der Romantiker Caspar David Friedrich, der Symbolist Arnold Böcklin oder der Münchner Malerfürst Franz von Lenbach, an denen er sich orientierte. Durch diese Anleihen sowie eine besonders ausgefeilte Lichtführung erlangen Olafs Fotografien bisweilen eine fast malerische Qualität.

ZWISCHEN FAKT UND FIKTION

Das Ausloten des Verhältnisses zwischen Fakten und Fiktionen ist bis heute ein wesentliches Merkmal von Olafs künstlerischem Schaffen. Seit Beginn der 2000er-Jahre nutzt er zu diesem Zweck auch die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung. So inszenierte er in seiner Serie Royal Blood (2000) seine Modelle als berühmte Unfall-, Anschlags- und Mordopfer der Weltgeschichte: von Sissi bis Prinzessin Diana. Es entstanden Bilder, die auf eindrückliche Weise die Möglichkeit visueller Manipulation offenlegen. Was erkennen wir und wie werden wir zu dieser Erkenntnis verleitet? Das ist eine Kernfrage von Olafs Schaffen, in dem er stets auch die Macht der Bilder in unserer Gesellschaft hinterfragt.

Faltblatt zur Ausstellung

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Erwin Olaf
Palm Springs
The Family Visit, The Niece
2018
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Shanghai

Huai Hai 116, Still Life
2017
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Ladies Hats

Hennie
1985
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Ladies Hats

Jeremiah II
2020
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Royal Blood

Di, † 1997
2000
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Rain

The Ice-Cream Parlour
2004
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Grief

Irene Portrait
2007
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Palm Springs

The Kite, Double Portrait
2018
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Chessmen
Chessmen XXIV
1988
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Im Wald

Porträt III
2020
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Squares

Pearls
1986
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Squares

Joy
1985
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
April Fool 2020
11.30am
2020
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Palm Springs
The Family Visit, The Niece
2018
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Shanghai

Huai Hai 116, Still Life
2017
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Ladies Hats

Hennie
1985
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Ladies Hats

Jeremiah II
2020
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Royal Blood

Di, † 1997
2000
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Rain

The Ice-Cream Parlour
2004
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Grief

Irene Portrait
2007
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Palm Springs

The Kite, Double Portrait
2018
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Chessmen
Chessmen XXIV
1988
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Im Wald

Porträt III
2020
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Squares

Pearls
1986
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
Squares

Joy
1985
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Erwin Olaf
April Fool 2020
11.30am
2020
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

Trailer

Digitaler Rundgang

durch die Ausstellung

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Ebenfalls im Rundgang enthalten ist die Audio-Tour zur Ausstellung. Diese ist auch außerhalb des Rundgangs hier abrufbar.

Die Ausstellung enthält einige Aktdarstellungen. Vor allem im zweiten Saal hängen Fotografien, die Kinder verstören könnten.

Digitalisierung und technische Umsetzung: Michael Naumann

Ermöglicht von

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Katalog

Erwin Olaf. Unheimlich schön

Herausgegeben von Roger Diederen und Anja Huber.
Hatje Cantz Verlag, 240 Seiten mit 300 Abbildungen in Farbe, 24 x 30 cm, Hardcover.
In der Kunsthalle vergriffen.

Dieser Band versammelt Abbildungen der wichtigsten Fotografien, Videos und Skulpturen aus allen Schaffensjahren des Künstlers und erscheint anlässlich der gleichnamigen Ausstellung in der Kunsthalle München. Mit Reproduktionen der neuesten fotografischen Werke sowie einem Interview und aufschlussreichen Texten gewährt der Katalog den bislang umfassendsten Einblick in Erwin Olafs Schaffen.

Mit Beiträgen von Daniel Hornuff, Anja Huber, Claudia Peppel, Franziska Stöhr und Estelle Vallender.

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Die Fäden der Moderne

Matisse, Picasso, Miró ... und die französischen Gobelins
6.12.2019 – 8.3.2020

Über die Ausstellung

Zum ersten Mal in Deutschland präsentiert die Kunsthalle München Tapisserien, die in der Pariser Manufacture des Gobelins nach Entwürfen der namhaftesten Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts entstanden – unter ihnen Henri Matisse, Pablo Picasso, Le Corbusier, Joan Miró und Louise Bourgeois.

Anhand einer Vielzahl großformatiger Wandbehänge spannt die Ausstellung den Bogen vom Ende des Ersten Weltkriegs bis in die Gegenwart und zeigt, wie überraschend modern das noble Handwerk der Gobelin-Weberei tatsächlich ist.

TRADITION & INNOVATION

Die Ausstellung präsentiert einen nahezu unbekannten Aspekt im Schaffen zahlreicher moderner Künstler von Weltruhm: Auf der Grundlage der jahrhundertealten Webtechnik haben sie sich der Tapisserie zugewandt und die Kunst der »Bildwirkerei« immer wieder neu interpretiert. In der unter Ludwig XIV. (1638–1715) gegründeten Manufacture des Gobelins sowie in weiteren französischen Werkstätten entstanden nach den Vorlagen der Künstler nicht nur Tapisserien, sondern auch Möbel und Bodenteppiche von herausragender Qualität – von denen ebenfalls Beispiele in der Ausstellung zu sehen sind.

TEXTILE MEISTERWERKE

In enger Zusammenarbeit mit den Webern werden in den Manufakturen bis heute einzigartige textile Meisterwerke geschaffen, die sich durch die Verbindung von künstlerischem Einfallsreichtum und handwerklicher Virtuosität auszeichnen. Dabei werden die alten Techniken der Garnherstellung, des Färbens sowie des Webens und Knüpfens nahezu unverändert angewandt. Von der künstlerischen Vorlage bis zum fertigen Objekt nimmt die Herstellung eines großen Gobelins nach wie vor tausende Arbeitsstunden in Anspruch.

Faltblatt zur Ausstellung

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Video

Making-of

Katalog

Die Fäden der Moderne

Begleitend zur Ausstellung erschien im Hirmer Verlag ein umfangreicher Katalog mit ca. 140 Farbabbildungen. Mit Beiträgen von Carina Kaminski, Marie-Hélène Massé-Bersani, Lucile Montagne, Gérald Remy Thierry Sarmant und K.L.H. Wells und einem Vorwort von Hervé Lemoine und Roger Diederen.

Mitnahmepreis in der Kunsthalle: € 29

Hirmer Verlag, 216 Seiten, 140 Abbildungen in Farbe, 24 x 29 cm, gebunden. Herausgegeben von Roger Diederen.

Die Publikation präsentiert einen nahezu unbekannten Aspekt im Schaffen zahlreicher moderner Künstler von Weltruhm: Sie haben sich der Tapisserie zugewandt und auf Grundlage der jahrhundertealten Webtechnik die Kunst der »Bildwirkerei« immer wieder neu interpretiert. In enger Zusammenarbeit mit den Webern werden in französischen Manufakturen nach wie vor einzigartige textile Meisterwerke geschaffen, die sich durch die Verbindung von künstlerischem Einfallsreichtum und handwerklicher Virtuosität auszeichnen.

 

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So nah wie nie

Mit viel technischer Raffinesse hat Michael Naumann (Tiefenpixel) vier unserer Tapisserien hochauflösend abfotografiert. So nah kommt man den Meisterwerken sonst nie.

Auf fast acht Metern Breite entfaltet sich in Edmond Yarz‘ Die Pyrenäen (1924) vor den Augen des Betrachters ein spektakuläres Panorama des Bergmassivs um Gavarnie in den Pyrenäen.

Die Vorlage für die Tapisserie Freitag (2002–2010) von Patrick Tosani gehört zur Serie Kleidung, die aus großformatigen Fotografien besteht. Diese sind jeweils nach einem Wochentag benannt und zeigen unterschiedliche, scheinbar achtlos auf einen Haufen gelegte Kleider vor einem neutralen, einfarbigen Hintergrund.

Bei der Vorlage für Michel Aubrys H.W.K. (2005–2015) handelt es sich um eine digitale Fotomontage von drei Luftaufnahmen, die in Abständen von mehreren Jahrzehnten entstanden sind und das Gebiet um den Hartmannswillerkopf (abgekürzt »H.W.K.«; frz. »Vieil Armand«) im Elsass zeigen.

Die expressiven Pinselstriche der Vorlage für Alain Séchas‘ Eine Karte Japans (2012–2017) sind so meisterlich als Gewebe umgesetzt, dass sogar der Eindruck des dicken Farbauftrags erhalten bleibt. Um die Farbintensität und -vielfalt der gemalten Vorlage möglichst getreu wiederzugeben, wurden Woll- und Seidenfäden gemischt sowie neue Garnfarben kreiert.

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Edmond Yarz: Die Pyrenäen (1924)
So nah wie nie
Patrick Tosani: Freitag (2002–2010)
So nah wie nie
Michel Aubry: H.W.K. (2005–2015)
So nah wie nie
Alain Séchas: Eine Karte Japans (2012–2017)
So nah wie nie

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Egon Schiele

und seine Zeit
28. September 1989 – 8. Januar 1990

Ausstellung

Die Ausstellung Egon Schiele und seine Zeit – aus der Sammlung Leopold konzentrierte sich auf das malerische und zeichnerische Schaffen in Wien um 1900. Die Bilder sind Dokumente aus einer Zeit des geistigen Umbruchs – der Epoche der zu Ende gehenden Habsburgermonarchie.

Das gegenständlich erkennbare

Schiele legt, wie Gustav Klimt, Wert auf das Formale und das gegenständlich Erkennbare, eine Forderung, die das 20. Jahrhundert im allgemeinen bereits aufgegeben hatte. Dennoch erweist er sich als moderner Künstler – er rührt an Tabus, seine deformierten, ausgezehrten Akte brechen radikal mit allen vorangegangenen Vorstellungen von Schönheit und Ästhetik, seine erotischen Zeichnungen bringen ihm sogar eine Gefängnisstrafe ein.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Prof. Rudolf Leopold und dem Kunstforum Wien und wurde nach Wien, Zürich und München im Von der Heydt Museum, Wuppertal, sowie anschließend in der Royal Academy, London, gezeig

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Kleopatra

Ägypten um die Zeitenwende
16. Juni – 10. September 1989

Ausstellung

Die Ausstellung Kleopatra betrat Neuland. Aus vierzig Museen und Sammlungen Amerikas und Europas wurden die bedeutendsten Kunstwerke dieser Epoche zusammengetragen.

Caesar und Kleopatra sehen sich nach zwei Jahrtausenden wieder, die Gegensätze zwischen Orient und Okzident wurden ungeschminkt sichtbar in den kraftvollen, altehrwürdigen Statuen der Pharaonen und den weichen Marmorporträts der Damen des alexandrinischen Hofes. Vom Luxus der Zeit zeugten kostbarer Goldschmuck und kunstvolle Gläser, zierliche Tanagra-Figuren und zerbrechliche Tongefäße.

Unbekannte Region der klassisch-antiken Welt

Die Ausstellung erschloss nicht nur eine weithin unbekannte Region der klassisch-antiken Welt, sondern warf auch ein neues Licht auf Altägypten, das bis über die Zeitwende, bis über die Schwelle des Christentums die unerschöpfliche Kreativität seiner Kunst und Kultur bewahrt hat.

Nach Brooklyn und Detroit war München die einzige europäische Station der Ausstellung Kleopatra. Es wurden insgesamt 140 Objekte ausgestellt.

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