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Täglich 10–20 Uhr
(auch an Sonn- und Feiertagen)

 

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An jedem dritten Mittwoch des Monats
ist die Ausstellung zur AfterworkKH bis
22 Uhr geöffnet.

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Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
(in den Fünf Höfen)
80333 München
T +49 (0)89 / 22 44 12
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Die Fäden der Moderne

Matisse, Picasso, Miró ... und die französischen Gobelins
6.12.2019 – 8.3.2020

Über die Ausstellung

Zum ersten Mal in Deutschland präsentiert die Kunsthalle München Tapisserien, die in der Pariser Manufacture des Gobelins nach Entwürfen der namhaftesten Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts entstanden – unter ihnen Henri Matisse, Pablo Picasso, Le Corbusier, Joan Miró und Louise Bourgeois.

Anhand einer Vielzahl großformatiger Wandbehänge spannt die Ausstellung den Bogen vom Ende des Ersten Weltkriegs bis in die Gegenwart und zeigt, wie überraschend modern das noble Handwerk der Gobelin-Weberei tatsächlich ist.

TRADITION & INNOVATION

Die Ausstellung präsentiert einen nahezu unbekannten Aspekt im Schaffen zahlreicher moderner Künstler von Weltruhm: Auf der Grundlage der jahrhundertealten Webtechnik haben sie sich der Tapisserie zugewandt und die Kunst der »Bildwirkerei« immer wieder neu interpretiert. In der unter Ludwig XIV. (1638–1715) gegründeten Manufacture des Gobelins sowie in weiteren französischen Werkstätten entstanden nach den Vorlagen der Künstler nicht nur Tapisserien, sondern auch Möbel und Bodenteppiche von herausragender Qualität – von denen ebenfalls Beispiele in der Ausstellung zu sehen sind.

TEXTILE MEISTERWERKE

In enger Zusammenarbeit mit den Webern werden in den Manufakturen bis heute einzigartige textile Meisterwerke geschaffen, die sich durch die Verbindung von künstlerischem Einfallsreichtum und handwerklicher Virtuosität auszeichnen. Dabei werden die alten Techniken der Garnherstellung, des Färbens sowie des Webens und Knüpfens nahezu unverändert angewandt. Von der künstlerischen Vorlage bis zum fertigen Objekt nimmt die Herstellung eines großen Gobelins nach wie vor tausende Arbeitsstunden in Anspruch.

Faltblatt zur Ausstellung

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Video

Making-of

Katalog

Die Fäden der Moderne

Begleitend zur Ausstellung erschien im Hirmer Verlag ein umfangreicher Katalog mit ca. 140 Farbabbildungen. Mit Beiträgen von Carina Kaminski, Marie-Hélène Massé-Bersani, Lucile Montagne, Gérald Remy Thierry Sarmant und K.L.H. Wells und einem Vorwort von Hervé Lemoine und Roger Diederen.

Mitnahmepreis in der Kunsthalle: € 29

Hirmer Verlag, 216 Seiten, 140 Abbildungen in Farbe, 24 x 29 cm, gebunden. Herausgegeben von Roger Diederen.

Die Publikation präsentiert einen nahezu unbekannten Aspekt im Schaffen zahlreicher moderner Künstler von Weltruhm: Sie haben sich der Tapisserie zugewandt und auf Grundlage der jahrhundertealten Webtechnik die Kunst der »Bildwirkerei« immer wieder neu interpretiert. In enger Zusammenarbeit mit den Webern werden in französischen Manufakturen nach wie vor einzigartige textile Meisterwerke geschaffen, die sich durch die Verbindung von künstlerischem Einfallsreichtum und handwerklicher Virtuosität auszeichnen.

 

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So nah wie nie

Mit viel technischer Raffinesse hat Michael Naumann (Tiefenpixel) vier unserer Tapisserien hochauflösend abfotografiert. So nah kommt man den Meisterwerken sonst nie.

Auf fast acht Metern Breite entfaltet sich in Edmond Yarz‘ Die Pyrenäen (1924) vor den Augen des Betrachters ein spektakuläres Panorama des Bergmassivs um Gavarnie in den Pyrenäen.

Die Vorlage für die Tapisserie Freitag (2002–2010) von Patrick Tosani gehört zur Serie Kleidung, die aus großformatigen Fotografien besteht. Diese sind jeweils nach einem Wochentag benannt und zeigen unterschiedliche, scheinbar achtlos auf einen Haufen gelegte Kleider vor einem neutralen, einfarbigen Hintergrund.

Bei der Vorlage für Michel Aubrys H.W.K. (2005–2015) handelt es sich um eine digitale Fotomontage von drei Luftaufnahmen, die in Abständen von mehreren Jahrzehnten entstanden sind und das Gebiet um den Hartmannswillerkopf (abgekürzt »H.W.K.«; frz. »Vieil Armand«) im Elsass zeigen.

Die expressiven Pinselstriche der Vorlage für Alain Séchas‘ Eine Karte Japans (2012–2017) sind so meisterlich als Gewebe umgesetzt, dass sogar der Eindruck des dicken Farbauftrags erhalten bleibt. Um die Farbintensität und -vielfalt der gemalten Vorlage möglichst getreu wiederzugeben, wurden Woll- und Seidenfäden gemischt sowie neue Garnfarben kreiert.

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Edmond Yarz: Die Pyrenäen (1924)
So nah wie nie
Patrick Tosani: Freitag (2002–2010)
So nah wie nie
Michel Aubry: H.W.K. (2005–2015)
So nah wie nie
Alain Séchas: Eine Karte Japans (2012–2017)
So nah wie nie

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