René Magritte

13. November 1987 – 4. Februar 1988

Die Kunst des belgische Malers René Magritte (Lessines 1898 – Brüssel 1967) ist untrennbar mit dem Surrealismus verbunden. In den Mitteln, die er verwendete, ist Magritte der Koventionellste unter den Surrealisten. In den Inhalten, die er vermittelt aber, gehört er zu den Revolutionärsten von allen. Im bürgerlichen Lebensstil, den er bewusst pflegte, war Magritte der Zeitgenosse unserer Großväter. In den Perspektiven, die seine Kunst eröffnete, ist er der Zeitgenosse unserer Enkel.

In Deutschland ist das Werk René Magrittes bis 1987 erst zweimal in umfassenden Retrospektiven gezeigt worden: zuerst 1969 von der Kestner-Gesellschaft Hannover, dann 1982 vom Kunstverein in Hamburg (»Réne Magritte und der Surrealismus in Belgien«). Die Ausstellung der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung ging mit 140 Werken aus europäischem und amerikanischem Privat- und Museumsbesitz noch über die bisherigen Retrospektiven hinaus. Die Ausstellung wurde zuvor in wesentlichen Teilen in der Hermitage in Lausanne gezeigt und konnte für München – unter der beratenden Mitwirkung von Prof. Dr. Wieland Schmied – um wichtige Bilder erweitert werden. Sie stand unter der Schirmherrschaft von S.M. Baudouin König der Belgier und dem Bundespräsidenten Dr. Richard von Weizsäcker.