Paris – Belle Époque

6. Dezember 1994 – 26. Februar 1995

Anhand 350 ausgewählter und teilweise unbekannter Objekte aus den großen französischen Sammlungen zeichnete diese Ausstellung ein facettenreiches Kapitel in der Geschichte der Hauptstadt des 19. Jahrhunderts, ein Panorama urbanen Daseins voller Beschwingtheit und verlockender Vielfalt, das den Ernst des Lebens zu überspielen wusste.

Paris feiert sich selbst

In der Belle Époque verschwimmen die Grenzen zwischen den Künsten fließend – uns so basierte auch die Ausstellung auf heute überraschenden Verbindungen und Verzahnungen: Avantgardisten zeichnen Plakate und Theaterprogramme. Eigentlich konservative Porträtisten der Gesellschaft orientieren sich an neuen Kunstformen. Plakatkünstler entwerfen großangelegte Dekorationen. Bildhauer sind für die Manufakturen tätig, und Komponisten spielen im Montmatre-Café Klavier. Der geradezu triumphalen Sorglosigkeit einer Gesellschaft, die die Fragwürdigkeit ihres Lebensstils glänzend zu überspielen wusste, stellt sich die kritisch mahnende Graphik eines Zeitschrift wie »Les Temps Nouveaux«.

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