Nolde bis Beckmann – Jorn bis Richter

Die Kunsthalle in Emden zu Gast in München

19. Januar – 15. April 2007

Die Kunsthalle Emden als lebendige Begegnungsstätte

Henri Nannen ist in Deutschland bekannt als Gründer und langjähriger Chefredakteur des Stern. Gemeinsam mit seiner Frau Eske errichtete er 1986 in Emden, ihrer beider Heimatstadt an der Nordsee, »eine lebendige Begegnungsstätte zwischen Bürgern und Bildern«. Nannen wollte seine Leidenschaft für die Kunst mit der Öffentlichkeit teilen und stiftete daher nicht nur seine umfangreiche Sammlung mit Werken von der klassischen Moderne bis zur Kunst der Gegenwart, sondern wendete sein gesamtes persönliches Vermögen auf, um die Kunsthalle in Emden zu bauen.

Fokus auf das Expressive und Realistische

Der Schwerpunkt seines Kunstinteresses lag einerseits in expressiven Ausdrucksformen, andererseits in einem magisch-realistischen Blick. So knüpfen an die Meisterwerke von Künstlern der »Brücke« und des »Blauen Reiter« gestische Arbeiten der Zeit nach 1945 an. Neben den großen Vertretern des »Informel« liegt in Emden ein besonderer Akzent bei den Künstlern der Gruppen »Cobra« und »Spur«, was auf die großzügige Schenkung des Münchner Galeristen Otto van de Loo zurückgeht, der vierzehn Jahre nach Eröffnung Teile seiner Sammlung an die Kunsthalle in Emden angliederte. Neben diesen verschiedenen Spielarten des Expressiven interessierte sich Nannen jedoch auch stets für den Realismus, der sich bei Künstlern wie Kolbe, Scharl oder Radziwill ebenso findet wie im großen Block russischer Malerei aus der Zeit der Perestroika, die der Sammler kurz vor und nach dem Fall des Eisernen Vorhangs für sich entdeckte. Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung hat mit über 100 Gemälden, Papierarbeiten und Skulpturen erstmals diese von persönlicher Leidenschaft geprägte Sammlung in München vorgestellt.

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