Korea

Die alten Königreiche

12. November 1999 – 30. Januar 2000

Nationalschätze zu Besuch

Die koreanische Hochkultur ist – anders als die chinesische und japanische – in ihrer Vielfalt und Eigenständigkeit heute in Europa noch weitgehend unbekannt. Die Rolle des Landes als eine der führenden internationalen Wirtschaftsmächte Ostasiens hat jedoch in den letzten Jahrzehnten zunehmendes Interesse in Deutschland auch für seine kulturellen Leistungen geweckt. Zahlreiche Leihgaben höchster Qualitat aus koreanischen Museen und Privatsammlungen, unter ihnen als »Nationalschätze« eingestufte Werke, werden in der Ausstellung zu sehen sein.

Besiedlung seit der Jungsteinzeit

Die Besiedlung der koreanischen Halbinsel, vermutlich durch sibirisch-mongolische Nomadenstämme, erfolgte zur Jungsteinzeit. Der Mythos nennt das Jahr 2333 v. Chr. als Gründungsdatum des Reiches Choson, des »Landes der Morgenstille«. Ausgrabungsfunde wie Ritualgeräte und goldene Kostbarkeiten aus der Zeit dieser legendären Periode bis zu den historischen Drei-Reichen (10. Jh. v. Chr. bis 6. Jh. n. Chr.) dokumentieren Frühformen einer schamanistischen Religion. Der seit dem 4. Jh. n. Chr. von China übernommene Buddhismus wurde bereits in den Königreichen – Koguryo, Paekche, Shilla – zur Staatsreligion. Er zog als bestimmende kulturelle Kraft alle Künste in seinen Bann und erlebte vor allem zwischen dem 7. und 14. Jahrhundert eine hohe Blüte.

Sortierung nach Thematik

Die Ausstellung verzichtete bewusst auf eine historisch-chronologische Reihung der ca. 200 Objekte. Statt dessen sollte deren Gruppierung in drei große thematische Bereiche: Schamanismus, Buddhismus und Konfuzianismus, einen für die Entwicklung und Einzigartigkeit koreanischer Kunst charakteristischen kulturgeschichtlichen Zusammenhang herstellen.

OK
Diese Website benutzt Cookies.
Mehr dazu finden Sie in unseren Datenschutzrichtlinien.