Gauguin, van Gogh bis Dalí

Folkwang: Erstes Museum der Moderne

10. September 2004 – 23. Januar 2005

Das erste Museum der Moderne

1902 gründete Karl-Ernst Osthaus in Hagen ein Museum für seine Sammlung moderner Kunst. Mitten im Industriegebiet öffnete er ein Haus, das er programmatisch Folkwang, also Halle des Volkes, nannte und das seit 1922 in Essen beheimatet ist. Gleichzeitig wie Tschudi in Berlin und München oder Kessler in Weimar, erlaubte sich Osthaus einen vom wilhelminischen Zeitgeist unabhängigen Geschmack und erwarb seit der Jahrhundertwende Bilder von Renoir, Monet, Gauguin, van Gogh, damals weitgehend unbekannten und überdies in Deutschland als Franzosen verpönten Künstlern, und brachte von seinen Reisen auch Zeugnisse außereuropäischer Kulturen mit. Dieses erste Museum der Moderne gab der deutschen Avantgarde wichtige Impulse.

Entwicklung der Kunst des 20. Jahrhunderts 

Mit der Ausstellung in der Kunsthalle wurde ein wesentlicher Teil dieser sensationellen Sammlung nun auch in Süddeutschland vorgestellt. Ausgehend von den Impressionisten in Frankreich über die sogenannten Väter der Moderne bis zu Kubisten und Fauves, konnte man deren Einfluss sowohl auf den deutschen Expressionismus wie auf Abstraktion und Surrealismus erkennen. An fast zweihundert hochkarätigen Werken von Monet, Renoir, Rodin über Cezanne, Gauguin, van Gogh zu Picasso und Beckmann, von Nolde, Kirchner, Lehmbruck über Kandinsky, Marc, Macke bis zu Magritte, Miró, Dalí und vielen anderen ließ sich die Entwicklung der Kunst des 20. Jahrhunderts nachvollziehen.

OK
Diese Website benutzt Cookies.
Mehr dazu finden Sie in unseren Datenschutzrichtlinien.