Fernando Botero

Bilder, Zeichnungen, Skulpturen

4. Juli – 7. September 1986

Die Ausstellung mit 90 Werken aus der Zeit von 1959 bis 1986 zeigte einen Querschnitt der Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Skulpturen Fernando Boteros. Die Leihgaben stammten aus Museen und Privatsammlungen in den USA, Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie aus der Sammlung des Künstlers.

Volle Formen

Aus dem Kreis jener Künstler der gegenwart, die eine unverwechselbare persönliche Handschrift besitzen, ist der in Medellín (Kolumbien) geborene Maler, Zeichner und Bildhauer Ferrnando Botero nicht mehr wegzudenken. In konsequenter Abkehr von allen abstrakten Tendenzen seiner Zeit verschrieb er sich der Darstellung von figürlichen Szenen und Stilleben. Auffäliges Merkmal der seine Bilder bevölkernden Personen ist ihr gesteigertes Körpervolumen – wofür Rubens, Léger, der Picasso der 20er Jahre oder die Muralisten Mexikos ebenso als Vorbilder in Frage kommen wie präkolumbianische Keramik.

Verehrung des Alten Meister

Die große Verehrung der Alten Meister durch Botero findet nicht nur in seinem technischen Können Ausdruck, sondern auch in seinen Themen. Von kaum einem zweiten Künstler des 20. Jahrhunderts stammen so viele Paraphrasen nach berühmten Gemälden der Kunstgeschichte wie von ihm: nach Jan van Eyck, Cranach, Mantegna, Vel´qquez oder Ingres – Umsetzungen, die zwischen Karikatur und schöpferischer Neuformulierung schwanken. Die starke naive Kraft von Boteros Bildern und seinen Humor treffen wir vor allem in seinen farbschwelgerischen Stilleben mit Blumen, Früchten oder Musikinstrumenten, den Akten, Genrebildern oder den Darstellungen des Stierkampfes an.

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