Emil Nolde

und die Südsee

23. März – 26. Mai 2002

Nolde ist einer der Protagonisten für den Primitivismus in der Kunst der Moderne. Im Rahmen einer demographisch-medizinischen Forschungsexpedition des Reichskolonialamtes reiste der Künstler von Oktober 1913 bis September 1914 in die Südsee. Die Ausstellung dokumentierte anhand dieser Reise auch die anderen Etappen seiner Auseinandersetzung mit den sogenannten primitiven Kulturen. Zentrum der Schau bildeten Noldes vor Ort in den Tropen entstandene Gemälde und eine repräsentative Auswahl aus dem großen Konvolut an Aquarellen und Zeichnungen.

Expeditionen durch Russland, Sibirien, Japan und China

Daneben wurden auch Arbeiten gezeigt, die während der Anreise der Expedition durch Russland, Sibirien, Japan und China entstanden sind. Diese Gruppe wurde um Beispiele für Noldes Auseinandersetzung mit dem Primitivismus in den Jahren vor der Südsee-Reise sowie um seine künstlerische Rezeption der Reise in den Jahren danach erweitert.

Begleitet wurde die Ausstellung von Exponaten aus dem Völkerkundemuseum in München, das uns freundlicherweise Skulpturen und Geräte aus der ehemaligen deutschen Kolonie Neuguinea zur Verfügung stellte. Die Ausstellung, die gemeinsam mit der Stiftung Ada und Emil Nolde in Seebüll und dem Kunstforum in Wien konzipiert wurde, umfasste etwa 40 Gemälde und 200 Aquarelle und war vom 13. Dezember 2001 bis zum 3. März 2002 auch in Wien zu sehen.

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