Egon Schiele

und seine Zeit

28. September 1989 – 8. Januar 1990

Das gegenständlich erkennbare

Die Ausstellung »Egon Schiele und seine Zeit – aus der Sammlung Leopold« konzentrierte sich auf das malerische und zeichnerische Schaffen in Wien um 1900. Die Bilder sind Dokumente aus einer Zeit des geistigen Umbruchs – der Epoche der zu Ende gehenden Habsburgermonarchie.  Schiele legt, wie Gustav Klimt, Wert auf das Formale und das gegenständlich Erkennbare, eine Forderung, die das 20. Jahrhundert im allgemeinen bereits aufgegeben hatte. Dennoch erweist er sich als moderner Künstler – er rührt an Tabus, seine deformierten, ausgezehrten Akte brechen radikal mit allen vorangegangenen Vorstellungen von Schönheit und Ästhetik, seine erotischen Zeichnungen bringen ihm sogar eine Gefängnisstrafe ein.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Prof. Rudolf Leopold und dem Kunstforum Wien und wurde nach Wien, Zürich und München im Von der Heydt Museum, Wuppertal, sowie anschließend in der Royal Academy, London, gezeigt.

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