E. W. Nay – Variationen

Retrospektive zum 100. Geburtstag

27. September – 24. November 2002

die Farbe ist das Leben der Malerei

»Malen das heißt aus der Farbe das Bild formen, denn die Farbe ist das Leben der Malerei…«. Der Maler Ernst Wilhelm Nay (1902-1968) gehört zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts. Sein Werk hat nicht nur maßgeblich zur Etablierung der Moderne in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen, sondern zeigt beispielhaft Reaktionen auf die Probleme des Künstlerschicksals und die Geschichte in Europa seit den dreißiger Jahren.

Außergewöhnliche Retrospektive

Sein hundertster Geburtstag am 11. 6. 2002 bot den Anlass, das Werk in seiner Gesamtheit von Neuem wahrzunehmen. Das Konzept der Ausstellung ging über den Rahmen einer üblichen Retrospektive hinaus, da die Bildkonzeption Nays in allen Werkperioden genauer dargestellt wurden. Anhand von Werkreihen ähnlicher formaler und inhaltlicher Motive wurde der Besucher der Ausstellung unmittelbar zum Zeugen von Nays bildnerischem Denken. Der Künstler erschien so nicht nur als ein bedeutender Farbenmaler, sondern auch als ein reflektierter, sich theoretisch absichernder Künstler, der immer wieder neue Experimente einging.

Die gemeinsam mit dem Kunstmuseum Bonn erarbeitete Ausstellung war erst in München und vom 19. Dezember 2002 bis zum 16. Februar 2003 in Bonn zu sehen.