Das Ende der Avantgarde

Kunst als Dienstleistung

25. August – 5. November 1995

Verlust der Bodenhaftung

Die Avantgarde ist in diesem Jahrhundert schon totgesagt worden. Martin Kippenberger, dessen Arbeit »Das Ende der Avantgarde« dieser Ausstellung den Titel gab, ließ vier hölzerne, sorgfältig durchnummerierte Luftballons gen Himmel schweben und symbolisierte damit den Verlust an Bodenhaftung, den er der Avantgarde zum Vorwurf machte. Ob dieser Verlust tatsächlich ihr Ende bedeutete, sei dahingestellt. Sicher ist, dass sich viele Künstler heute neu orientieren.

Sammlung Gabriele und Wilhelm Schürmann

Die Ausstellung, deren Exponate sämtlich aus der Aachener Sammlung Gabriele und Wilhelm Schürmann stammten, versuchte, den Intentionen, Methoden und Fragestellungen der Gegenwartskunst auf die Spur zu kommen. Nachdem sich viele Künstler jahrzehntelang aus der gesellschaftlichen Wirklichkeit ausgegrenzt und ihr Aufmerksamkeit vorzugsweise auf einer ferne Zukunft gelenkt haben, bemühen sie sich heute wieder, ihr Werk in der Gegenwart zu verankern.

OK
Diese Website benutzt Cookies.
Mehr dazu finden Sie in unseren Datenschutzrichtlinien.