Carl Larsson

Ein schwedisches Märchen

18. November 2005 – 5. Februar 2006

Selfmademan

Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung zeigte um die Weihnachtszeit das Werk des großen schwedischen Malers Carl Larsson. Er gehört zu den beliebtesten Künstlern Schwedens und auch zu jenen, die europäischen Ruhm erlangt haben. 1853 geboren, verdiente er sich als Kind aus ärmlichen Verhältnissen seinen Lebensunterhalt mit Retuschierarbeiten und Illustrationen, bis er sich 1876 zu Studien nach Paris orientierte. Die Begegnung mit der Malerin Karin Berg, die seine Frau wurde und ihm acht Kinder schenkte, stellte einen Wendepunkt in seinem Leben dar. Die gemeinsame Rückkehr nach Schweden und das Leben in einem Haus bei Sundborn ließen Familie und häusliches Umfeld ins Zentrum seines künstlerischen Arbeitens rücken.

Lebendiger Einblick in Larssons Werk und Heim

Die Ausstellung in der Münchner Kunsthalle gab einen großen Überblick seines Schaffens. Neben zahlreichen Aquarellen, Gemälden, Ölstudien und Zeichnungen waren auch Möbel, Textilien und Kunstgewerbe aus Carl Larssons Heim in Sundborn zu sehen. Das in der Ausstellung wie ein Gesamtkunstwerk teilweise nachgestaltete Haus des Malers spiegelte nicht eine heile Welt wider, sondern war damals gelebter Protest gegen eine immer seelenloser werdende Gesellschaft. Larssons Gestalt gewordene Vision vom Glück fasziniert bis heute jeden Besucher und wird erstmals in Deutschland lebendig werden.

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