5000 Jahre Ägyptische und moderne Skulptur

Aufbruch und Dauer

18. April – 22. Juni 1986

Die Kunst Ägyptens

Die Kunst Altägyptens ist heute jedem vertraut – aber kaum jemand kennt sie als Kunst. Der unbefangene Blick wird gehemmt durch ihre zeitliche Tiefe, ihre räumliche, geistige und religiöse Ferne. Auf ihre Grundformen zurückgeführt, steht jedoch die ägyptische Kunst in erstaunlicher Analogie zur Kunst der Moderne und damit in unmittelbarer Nähe zu unserer Gegenwart.

Die Gegenüberstellung ägyptischer und moderner Skulpturen in dieser Ausstellung wollte nicht Schockerlebnisse provozieren oder vordergründige Effekte auslösen. Sie wollte die Augen für die Durchgängikeit künstlerischer Formen öffnen, aber auch für ihre Geschichtlichkeit. Sie band die Moderne ein in jahrtausendealte Strukturen und führte Altägypten heran an die Gegenwart. Sie zeigte das Verbindende und betonte das Besondere, sie veränderte Betrachtungsweisen und erzeugte Bereitschaft zum neuen Sehen.

Alt trifft neu

Aus den bedeutendsten Museen Europas zusammengetragen, standen die Spitzenwerke der Klassiker der modernen Skulptur und zeitgenössischer Künstler in kreativem Dialog mit den berühmtesten ägyptischen Statuen, die in einzigartiger Konzentration versammelt werden konnten.

Werke von Rodin und Picasso, Giacometti und Brancusi, Lipchitz und Wotruba trafen sich mit dem »Grünen Kopf« aus Berlin, Nofretete aus dem Louvre, der Würfelfigur des Sennefer aus dem British Museum und Sebekemsaf aus Wien.

Über die Grenzen traditioneller Kategorien hinweg entstand somit ein neues Erleben von Kunst, gegenwartsnah und zugleich tief in der Menschheitsgeschichte verwurzelt.

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